Hacks & Habits zum Immunstark werden und bleiben

Ok, ich glaube der größte Immun-Hack, den ich in meinem Leben integriert habe, ist das Kaltbaden. 

Der letzte Auslöser es endlich auszuprobieren, war mein Schwedenurlaub mit meinen Kindern im Oktober 2019. Als wir eingepackt wie Schneeräumer am Strand waren und neben uns eine Frau mit ebenfalls 2 Mädels im Bikini und Bademantel den Steg entlang ins Meer hinaus ging. Danach sah ich überall die Schweden ins Meer hüpfen und ich fand es einfach nur toll, wie natürlich die Menschen mit der Kälte umgehen. Und ich dachte mir auch, was für eine schöne Gemeinamkeit für die Mutter mit ihren Kindern. 

Ich fragte mich, was sollen meine Kinder von mir in Erinnerung behalten? Für welche Gewohnheiten, möchte ich stehen? Vielleicht übernehmen sie dieses Ritual selbst einmal für sich und ihre Kinder? 

Als erstes fing ich an kalt zu duschen. Immer öfter und länger und dann bin ich in den See gegegangen – den kompletten letzten Winter. Es ist ein unglaubliches Gefühl! 

Ich gehe alleine in den See, da es für mich ein meditatives Ereignis ist. Und ganz ehrlich, es ist überhaupt nicht so schlimm! Die Überwindung bei Kälte in kaltes Wasser zu gehen als bei Hitze, ist viel niedriger.  Und vor allem, ich bin darauf eingestellt. Ich weiss die ganze Zeit, das Wasser ist kalt und ich freue mich auf dieses Gefühl, eins zu sein. Völlige Hingabe. Körperlos. 

Zur Vorbereitung stehe ich am Ufer und atme tief ein und kräftig wieder aus. Während ich langsam ins Wasser gehe, beruhige ich meinen Atem und atme langsamer und tiefer ein und mit einem langen Zischlaut auch wieder aus. Das beruhigt das System und hilft meinen Körper sich in der Kälte zu entspannen. Ich fühle dann auch keine Kälte. Ich bin einfach nur. 

Wenn wir in der Kälte sind und uns ihr hingeben, dann können wir so viel los lassen. Einfach fliessen lassen und gehen lassen. Dafür setze ich mir bei der kalten Dusche als auch beim Kaltbaden, eine Intension. Und es ist so befreiend. Vor allem, wenn man emotional aus dem Gleichgewicht ist.  Also, so funktioniert es für mich. 

Am Anfang blieb ich 1 Minute und steigerte mich langsam. Jetzt hole ich mich bei etwa 9 Minuten selbst raus, da mir sonst die Finger und Zehen zu kalt werden.

Ich höre keine Musik oder Meditation dabei. 

Ich verbinde mich mit der Energie meines Umfeldes. Meine Energie wird zur Energie des Wassers, des Windes, des Nebels und der Luft und der Sonne. Es ist ein Moment, der nur für mich ist. Ich mag keinen Wettbewerb – wer bleibt länger usw. . Ich mache das, um Einklang mit mir Selbst und meiner Umwelt zu finden. 

Das tut die Kälte emotional und energetisch für mich. 

Danke. Alles Liebe

Steffi